Der Baugrund in Ulm könnte unterschiedlicher kaum sein: Während in der westlichen Friedrichsau und entlang der Donauauen mächtige, setzungsempfindliche Talfüllungen aus Auenlehm und Kiesen vorherrschen, stehen auf der Hochfläche der Ulmer Alb, etwa in Richtung Jungingen, bereits in geringer Tiefe die verwitterungsanfälligen Kalksteine des Oberjuras an. Diese geologische Zweiteilung, geprägt durch die Erosionsarbeit der Donau, verlangt nach einer bodenmechanischen Untersuchung, die weit über eine einfache Baugrunderkundung hinausgeht. Wir kombinieren dabei die Ergebnisse aus Sondierungen mit der schweren Rammsonde zur Bestimmung der Lagerungsdichte mit detaillierten Labortriaxialversuchen, um das Spannungs-Verformungs-Verhalten standortgenau zu erfassen. Nur so lassen sich für Bauvorhaben zwischen Ulmer Münster und dem Science Park II wirtschaftliche Gründungskonzepte ableiten, die den heterogenen Untergrundverhältnissen in Ulm gerecht werden.
Die korrekte Ansprache der Ulmer Untergrundverhältnisse nach DIN 4022 ist die Grundlage jeder standsicheren und wirtschaftlichen Gründung.
