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Triaxialversuch in Ulm – Bodenfestigkeit zuverlässig bestimmen

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Ulm, auf 478 Metern über dem Meeresspiegel gelegen, wo die Donau die Schwäbische Alb vom Alpenvorland trennt, stellt ganz eigene Anforderungen an den Tiefbau. Die Stadt wächst kontinuierlich – rund 130.000 Einwohner verteilen sich auf beide Flussufer, und der Baugrund wechselt hier binnen weniger hundert Meter von quartären Flussschottern zu steifen Jurakalken und Mergeln der Weißjura-Formation. Wer in diesem geologischen Mosaik eine Tiefgarage, einen Tunnel oder eine Stützmauer plant, kommt um den Triaxialversuch nicht herum. Anders als ein einfacher Eindringversuch liefert der Triaxialversuch die echten Scherparameter – Kohäsion c' und Reibungswinkel φ' –, die für jede Standsicherheitsberechnung entscheidend sind. In Kombination mit der Atterberg-Grenzen-Analyse lässt sich das plastische Verhalten der Ulmer Mergel präzise charakterisieren. Seit Jahren begleiten wir Bauvorhaben im gesamten Stadtgebiet, von der Neuen Mitte bis nach Wiblingen, und wissen genau, wie sensibel die Tonsteinzwischenlagen auf Wasserzutritt reagieren. Der Triaxialversuch ist hier nicht bloß eine Routineuntersuchung, sondern die versicherungstechnische Grundlage für jede tiefe Baugrube im Ulmer Talkessel.

Der effektive Reibungswinkel φ' und die Kohäsion c' aus dem Triaxialversuch entscheiden über den wirtschaftlichen Querschnitt einer Stützmauer im Ulmer Jurahang.

Ablauf und Umfang

Die historische Altstadt Ulms, deren enge Gassen auf mittelalterlichen Aufschüttungen ruhen, erinnert uns täglich daran, dass Baugrund kein statisches Medium ist. Die Industrialisierung brachte ab dem 19. Jahrhundert mächtige Auffüllungen entlang der Bahntrasse und des Donauufers, während die Nachkriegszeit in den Hanglagen des Kuhbergs und der Wilhelmsburg eine rege Wohnbebauung mit sich zog. Genau diese Heterogenität macht den Triaxialversuch hier so wertvoll. Eine gestörte Probe im Proctorzylinder zu verdichten zeigt Ihnen zwar die optimale Dichte, aber erst der konsolidierte undrainierte CU-Versuch unter Seitendruck offenbart, wie sich der Boden unter realen Spannungszuständen im Bereich von 200 bis 400 kPa tatsächlich verhält. Unsere Versuchsstände erlauben Belastungsgeschwindigkeiten nach DIN 18137-2 und ASTM D4767, was für den Nachweis der Böschungsstabilität im Bereich der Bundesstraße B10 unverzichtbar ist. Das Besondere am Ulmer Jura: Die Kalksteinbänke sind oft klüftig und wasserführend, während die zwischengelagerten Mergellagen bei Sättigung ihre Kohäsion innerhalb weniger Tage verlieren können – ein Phänomen, das wir mit gestaffelten Triaxialversuchen unter variierter Sättigung gezielt abbilden.
Triaxialversuch in Ulm – Bodenfestigkeit zuverlässig bestimmen
Technisches Referenzbild — Ulm

Standortspezifische Faktoren

Die klimatische Zweiteilung Ulms – milde, feuchte Winter mit Donaunebel und sommerliche Starkregenereignisse – hat einen direkten Einfluss auf die Ergebnisse des Triaxialversuchs. In den Hangbereichen der Friedrichsau und des Safranbergs beobachten wir jahreszeitlich schwankende Porenwasserdrücke, die den effektiven Spannungszustand im Boden verändern. Ein im trockenen August gewonnener Mergel zeigt im Triaxialversuch eine Kohäsion von vielleicht 30 kPa, während dieselbe Schicht in der nassen Februarperiode nur noch 15 kPa mobilisieren kann. Wer diesen Unterschied in der FEM-Simulation der Böschungsstabilität nicht abbildet, riskiert Verformungen, die sich auf die Bausubstanz übertragen. Wir empfehlen daher grundsätzlich, den Triaxialversuch an zwei Sättigungszuständen zu fahren und die Ergebnisse mit einer Porenwasserdruckbilanz zu koppeln. Auch der Einfluss der Donau selbst wird oft unterschätzt: Bei Hochwasser steigt der Grundwasserspiegel in den ufernahen Quartärkiesen schnell an, und die Auftriebskräfte können die effektive Spannung in der Triaxialzelle drastisch reduzieren – ein Szenario, das wir durch entsprechende Versuchsrandbedingungen explizit simulieren.

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Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
Versuchstyp nach DIN 18137-2UU (undrainiert), CU (konsolidiert), CD (drainiert)
Probendurchmesser50 mm, 70 mm, 100 mm
Seitendruckbereich0 – 2.000 kPa
Belastungsgeschwindigkeit0,001 – 10 mm/min
Spannungszustand (typ. Ulmer Mergel)σ3 = 100 – 400 kPa
Scherparameter-Ausgabec', φ', Eu, Eur, ν
Sättigungsrückdruckbis 1.500 kPa (gesättigte Tone)

Verwandte Dienstleistungen

01

Triaxialversuch CU / CD / UU

Konsolidierter undrainierter, drainierter oder undrainierter Versuch an ungestörten Sonderproben aus Ulmer Mergel- und Tonsteinschichten. Bestimmung von Kohäsion, Reibungswinkel und Steifemodul für die Finite-Elemente-Modellierung tiefer Baugruben.

02

Spannungsweg-gesteuerte Versuche

Wir fahren spannungsweggesteuerte Triaxialpfade (z.B. K0-Konsolidation, Extensionspfad) nach Vorgabe des geotechnischen Berichts, um das Spannungs-Dehnungs-Verhalten des Bodens wirklichkeitsnah abzubilden – essentiell für Tunnelprojekte im anstehenden Fels.

03

Dynamischer Triaxialversuch

Zyklische Belastung zur Ermittlung der Verflüssigungsneigung von Auffüllungen und Flusssanden im Donautal. Wir simulieren seismische Einwirkungen nach EC8, um die Stabilität von Dämmen und Ufermauern zu bewerten.

Maßgebliche Normen

DIN 18137-2:2011-04 – Baugrund, Versuche und Versuchsgeräte – Bestimmung der Scherfestigkeit (Triaxialversuch), ASTM D4767-11 – Standard Test Method for Consolidated Undrained Triaxial Compression Test for Cohesive Soils, ISO 17892-9:2018 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Teil 9: Triaxialversuch

Gängige Fragen

Was kostet ein Triaxialversuch in Ulm?

Die Kosten für einen Triaxialversuch hängen von der Probenanzahl, dem Versuchstyp (CU, CD, UU) und der erforderlichen Sättigung ab. Für ein typisches Paket aus drei CU-Versuchen an Ulmer Mergelproben bewegen sich die Preise je nach Probenzustand und Spannungsstufen zwischen 1.860 und 2.530 Euro. Eine detaillierte Angebotslegung erfolgt nach Erhalt der Proben und der Definition der Versuchsrandbedingungen.

Warum ist der Triaxialversuch für den Ulmer Jurakalk so wichtig?

Die Jurakalke und Mergel in Ulm sind stark klüftig und reagieren empfindlich auf Wasserzutritt. Ein Rahmenscherversuch liefert nur die Bruchscherfestigkeit entlang einer vorgegebenen Ebene, während der Triaxialversuch das vollständige Spannungs-Dehnungsverhalten unter dreidimensionaler Belastung abbildet. Nur so lassen sich die Entfestigungseffekte bei Wasseraufnahme und die tatsächliche Tragreserve des Gebirges realistisch bewerten.

Wie viele Proben brauche ich für eine Baugrubenbemessung in Ulm?

Für eine Baugrube im heterogenen Ulmer Baugrund empfehlen wir mindestens drei Triaxialversuche pro homogener Schicht. Bei Wechsellagerungen von Kalkstein und Mergel, wie sie am Eselsberg oder Safranberg auftreten, kann eine gestaffelte Probenahme mit sechs bis neun Einzelversuchen sinnvoll sein, um die Bandbreite der Scherparameter statistisch abzusichern und den geotechnischen Bericht belastbar zu machen.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Ulm und Umgebung.

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