Die Albhochfläche und das Donautal stellen in Ulm zwei völlig unterschiedliche Baugrundwelten dar. Oben der klüftige Jurakalk, unten die mächtigen quartären Schotterkörper – beides erfordert eine präzise abgestimmte Bemessung starrer Fahrbahnen. Wir sehen immer wieder, dass eine pauschale Betondicke nicht funktioniert. Die Verkehrslast eines 40-Tonners erzeugt auf einem steifen Kalkfels andere Biegezugspannungen als auf einem nachgiebigen Auelehm. Unser Team bringt die lokale Bodenkennung und die Lastkollektive in einem belastbaren Nachweis zusammen. So entsteht eine wirtschaftliche Platte ohne Überdimensionierung. Die Arbeit mit der RStO und den ZTV Beton-StB ist für uns Routine, aber die Übertragung auf den Ulmer Untergrund erfordert Erfahrung aus dutzenden Projekten im Stadtgebiet und im Industriegebiet Donautal.
Die Plattendicke einer starren Fahrbahn in Ulm ergibt sich nicht aus dem Katalog, sondern aus der Interaktion zwischen Jurakalk-Steifigkeit und tatsächlicher Radlast.
Gängige Fragen
Wann lohnt sich eine starre Fahrbahn im Vergleich zu einer flexiblen für ein Ulmer Industriegrundstück?
Die Entscheidung hängt von der Nutzung ab. Eine starre Fahrbahn aus Beton verteilt Lasten flächiger und ist unempfindlicher gegen punktuelle Belastungen durch Container-Stellplätze oder Regalbediengeräte. Auf den steifen Kalkböden der Ulmer Alb ist der Vorteil noch deutlicher, weil die Platte die hohe Untergrundsteifigkeit optimal ausnutzt. Asphaltische Beläge reagieren hier empfindlicher auf Verformungen. Dafür ist die Reparatur einer Asphaltfläche einfacher. Wir rechnen Ihnen beide Varianten für Ihren Standort durch.
Welche Rolle spielt der Frost für starre Fahrbahnen in Ulm?
Die Region Ulm hat eine ausgeprägte Frostwechselzone. Die Donauaue bringt oft bindige Böden mit hohem Kapillarsaugvermögen. Eine starre Fahrbahn muss frostsicher gegründet werden, indem wir eine kapillarbrechende Tragschicht aus frostunempfindlichem Material vorsehen. Bei schlechtem Untergrund kann eine Wärmedämmung unter der Platte nötig werden. Die Mindestdicke des frostsicheren Oberbaus liegt hier je nach Frosteinwirkungszone II bei 55 bis 65 cm Gesamtaufbau.
Welche Kosten entstehen für die Bemessung starrer Fahrbahnen?
Die reine Bemessungsleistung liegt je nach Umfang zwischen 1.870 und 5.230 Euro. Das umfasst die Baugrundbeurteilung, die Festlegung des Lastkollektivs, den rechnerischen Nachweis der Plattendicke und die Ausarbeitung der Fugenpläne. Hinzu kommen bei Bedarf die Kosten für ergänzende Baugrunderkundungen.
Können Sie auch kleine Flächen bemessen, zum Beispiel einen Hofladen-Parkplatz?
Ja, das machen wir. Auch ein kleiner Parkplatz profitiert von einer durchdachten Bemessung starrer Fahrbahnen. Entscheidend ist die Frage, ob schwere Fahrzeuge die Fläche befahren. Ein gelegentlicher Milchtransporter mit 18 Tonnen erzeugt andere Spannungen als reiner Pkw-Verkehr. Wir dimensionieren die Platte passend zum tatsächlichen Nutzungsprofil.