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MEHR ERFAHREN →Die Straßenbaugeotechnik in Ulm bildet das unverzichtbare Fundament für jede Verkehrsinfrastruktur, die den besonderen geologischen und topografischen Bedingungen der Region standhalten muss. Sie umfasst sämtliche erdbautechnischen Maßnahmen zur Herstellung eines standsicheren und verformungsarmen Untergrunds für Verkehrswege – von der klassischen Erdstraße über innerstädtische Knotenpunkte bis hin zu hochbelasteten Industriezufahrten. In einer Stadt, die als bedeutender Verkehrsknoten zwischen Stuttgart und München fungiert und durch ihre Lage an der Donau geprägt ist, entscheidet die fachgerechte geotechnische Planung maßgeblich über die Langlebigkeit und Sicherheit der Fahrbahnen.
Die lokalen Baugrundverhältnisse in Ulm stellen eine besondere Herausforderung dar. Das Stadtgebiet wird geologisch von den quartären Donauschottern und -kiesen sowie den darunter anstehenden tertiären Molassesedimenten dominiert. Während die Schotterterrassen in den höher gelegenen Stadtteilen oft gute Tragfähigkeiten bieten, sind in den donaunahen Niederungen und Auenbereichen weiche, setzungsempfindliche Auelehme und organische Böden anzutreffen. Hinzu kommen die bekannten Hangrutschungsgebiete am Donauufer, die durch die Wechsellagerung von wasserführenden Sanden und tonigen Schichten geprägt sind und eine detaillierte Baugrunderkundung unerlässlich machen.

Sämtliche geotechnischen Leistungen im Straßenbau richten sich in Deutschland nach dem strengen Regelwerk der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV). Zentrale Normen sind die ZTV E-StB (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau) sowie die RStO (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen). Für die Verdichtungskontrolle gilt die DIN 18196 zur Bodenklassifikation, während die Bemessung von Fahrbahnkonstruktionen nach den RDO (Richtlinien für die rechnerische Dimensionierung) erfolgt. Diese Normen definieren exakt die Anforderungen an Verdichtungsgrad, Verformungsmodul und Frostsicherheit des Planums.
Die Anwendungsbereiche der Straßenbaugeotechnik in Ulm sind vielfältig. Sie reichen von der Baugrundvorbereitung für Neubaugebiete wie das 'Lettenwaldquartier' über die Sanierung setzungsgeschädigter Innerortsstraßen bis hin zum Bau von Schwerlasttrassen für den Industriepark Donautal. Ein zentrales Element ist dabei die Bemessung starrer Fahrbahnen, die bei hochbelasteten Busspuren oder Kreisverkehren zum Einsatz kommt. Vor allem bei der Planung von Erschließungsstraßen auf gering tragfähigen Böden ist eine fundierte CBR-Studie für den Straßenentwurf unverzichtbar, um den erforderlichen Oberbau wirtschaftlich zu dimensionieren. Auch die fachgerechte Behandlung von Frostempfindlichkeitszonen und die Integration von Geokunststoffen zur Bewehrung des Planums fallen in dieses Spektrum.
Die Straßenbaugeotechnik umfasst die ingenieurtechnische Untersuchung und Ertüchtigung des Baugrunds als tragendes Element des Straßenkörpers. In Ulm ist sie aufgrund der heterogenen Böden aus Donauschottern, Auelehmen und Molasse-Sedimenten besonders kritisch, da ein unzureichend verdichtetes oder nicht ausreichend dimensioniertes Planum schnell zu Setzungen, Frostschäden und Rissen in der Fahrbahndecke führt.
Maßgebend sind die ZTV E-StB für Erdarbeiten, die RStO für den Oberbau, die DIN 18196 zur Klassifikation von Böden sowie die RDO für die rechnerische Dimensionierung von Betonfahrbahnen. Diese FGSV-Regelwerke definieren verbindliche Anforderungen an Verdichtungsgrad, Verformungsmodul und Frostsicherheit und sind Grundlage jeder Ausschreibung und Ausführung in Ulm.
In Ulm sind besonders setzungsempfindliche Auelehme und organische Böden in Donau-Nähe problematisch. Zudem führen Hangwasser und Schichtquellen in den Molassehängen zu instabilen Böschungen. Ohne fachgerechte Baugrundverbesserung oder Bodenaustausch kommt es hier häufig zu gravierenden Fahrbahnschäden und ungleichmäßigen Verformungen.
Eine CBR-Studie ist nach RStO immer dann erforderlich, wenn die Tragfähigkeit des Untergrunds für die Dimensionierung des frostsicheren Oberbaus rechnerisch nachgewiesen werden muss, insbesondere bei gering tragfähigen Böden. Der statische Plattendruckversuch nach DIN 18134 dient der direkten Verdichtungskontrolle auf dem Planum und ist für die Abnahme der Erdarbeiten zwingend vorgeschrieben.