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Atterberg-Grenzen für Baugrunduntersuchungen in Ulm

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In Ulm zeigt sich bei Aufschlüssen im Donautal und auf der Hochfläche immer wieder dasselbe Bild: bindige Deckschichten mit stark schwankenden Wassergehalten. Wer hier ein Bauwerk plant, muss die Plastizität des Untergrunds kennen – sonst überrascht einen der Baugrund mit unerwarteten Setzungen oder Frosthebungen. Die Bestimmung der Atterberg-Grenzen liefert genau diese Kennwerte. Unser Labor bestimmt Fließgrenze, Ausrollgrenze und Plastizitätsgrenze nach DIN EN ISO 17892-12 an gestörten Proben aus Ihrer Baugrube in Ulm. Für tiefere Horizonte kombinieren wir die Laborversuche oft mit einer SPT-Bohrung, um die Lagerungsdichte der darunter liegenden quartären Kiese zu erfassen.

Die Plastizitätskennzahl ist der kleinste Wert mit der größten Aussagekraft für die Setzungsprognose im Ulmer Donautal.

Ablauf und Umfang

Die Baugrundverhältnisse in Ulm sind geprägt von den Lösslehmschichten der Iller-Lech-Platte und den Auenlehmen entlang der Donau. Diese bindigen Böden reagieren extrem empfindlich auf Wasseraufnahme. Schon in den 1960er-Jahren, als die Neubaugebiete auf dem Eselsberg erschlossen wurden, mussten Gründungen an die wechselnde Konsistenz des Untergrunds angepasst werden. Die Atterberg-Grenzen zeigen, ob der Boden bei Wasserzutritt breiig wird oder seine Festigkeit behält. Ergänzend zur Plastizitätskennzahl ziehen wir die Korngrößenanalyse heran, um den Feinkornanteil exakt zu quantifizieren. Beide Versuche zusammen ergeben das bodenmechanische Bild, das für die Einstufung nach DIN 18196 erforderlich ist.
Atterberg-Grenzen für Baugrunduntersuchungen in Ulm
Technisches Referenzbild — Ulm

Standortspezifische Faktoren

Ein Bauvorhaben in Ulm-Wiblingen auf Auenlehm zeigte nach Starkregen deutliche Rissbildungen in der Bodenplatte, weil die Konsistenz des Baugrunds nicht korrekt eingestuft war. Der Boden verhielt sich bei der Untersuchung steif, doch die Atterberg-Grenzen ergaben eine hohe Plastizität. Mit Wasser gesättigt fiel die Konsistenz auf weich ab. Das Schadensbild hätte sich durch eine einfache Laboruntersuchung vermeiden lassen. In Ulm mit seinen oft schichtigen, wechselnd tonigen und schluffigen Böden ist die Kenntnis der Zustandsgrenzen kein akademischer Wert, sondern eine versicherungstechnische Notwendigkeit. Ohne belastbare Kennwerte aus dem Atterberg-Versuch bleibt jede Tragfähigkeitsberechnung spekulativ.

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Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
PrüfnormDIN EN ISO 17892-12:2018
Fließgrenze (wL)bestimmt nach Casagrande-Verfahren
Ausrollgrenze (wP)Handausrollmethode auf Glasplatte
Plastizitätskennzahl (IP)wL - wP
Konsistenzzahl (IC)abgeleitet aus natürlichem Wassergehalt
Probenmengemind. 200 g Feinkorn ≤ 0,4 mm
Bodengruppe nach DIN 18196PL, TL, TM, TA
Dauer Routineversuch2-3 Werktage

Verwandte Dienstleistungen

01

Einzelversuch Atterberg-Grenzen

Bestimmung von Fließ- und Ausrollgrenze an einer gestörten Probe aus Ihrem Aufschluss in Ulm. Inklusive Protokoll mit Plastizitätsdiagramm nach Casagrande.

02

Klassifikationspaket bindiger Boden

Atterberg-Grenzen plus Wassergehalt nach DIN 18121 und Korngrößenverteilung. Damit erhalten Sie die vollständige Einstufung nach DIN 18196 für Gründungsgutachten.

03

Konsistenz-Monitoring

Wiederholte Bestimmung der Zustandsgrenzen über mehrere Horizonte einer Baugrube in Ulm, um die Homogenität des Baugrunds zu prüfen.

Maßgebliche Normen

DIN EN ISO 17892-12:2018, DIN 18121 (Wassergehalt), DIN 18196 (Bodenklassifikation), DIN 4022 (Benennung u. Beschreibung)

Gängige Fragen

Was kosten Atterberg-Grenzen im Labor in Ulm?

Für die Bestimmung der Atterberg-Grenzen an einer Probe bewegen sich die Kosten je nach Probenanzahl und erforderlicher Klassifikationstiefe zwischen €50 und €90. Bei größeren Serienuntersuchungen, etwa für ein ganzes Baufeld in Ulm, reduzieren sich die Stückkosten entsprechend.

Was sagt die Plastizitätskennzahl über den Ulmer Baugrund aus?

Die Plastizitätskennzahl IP gibt die Spanne des Wassergehalts an, in der sich der Boden plastisch verformt. Hohe IP-Werte, wie sie bei den tonigen Lösslehmen auf der Ulmer Hochfläche auftreten, bedeuten hohe Wasserbindefähigkeit und damit ein ausgeprägtes Schrumpf- und Quellverhalten.

Reicht der Atterberg-Versuch allein für die Gründungsbeurteilung?

Der Atterberg-Versuch ist ein Klassifikationsversuch. Er liefert die Zustandsgrenzen und die Plastizität, aber keine direkten Festigkeits- oder Steifigkeitswerte. Für die Gründungsbemessung in Ulm kombinieren wir die Ergebnisse mit Scherversuchen oder Drucksondierungen, um das vollständige bodenmechanische Modell zu erhalten.

Wie lange dauert die Bestimmung der Atterberg-Grenzen?

Die reine Laboruntersuchung dauert zwei bis drei Werktage, da die Probe zunächst luftgetrocknet und aufbereitet werden muss. Eilversuche sind nach Absprache möglich. Das Prüfprotokoll erhalten Sie in digitaler Form mit allen Kennwerten und dem Plastizitätsdiagramm.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Ulm und Umgebung.

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