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Flachgründungsbemessung für Ulm – Tragfähigkeit auf Jurakalk und Donau-Schotter

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Die Geologie Ulms ist ein Zweiklang: Mächtige quartäre Donauschotter im Tal und die verkarsteten Weißjura-Kalke der Schwäbischen Alb an den Hängen. Dazwischen finden sich oft gering tragfähige Auenlehme und Hangschuttdecken. Eine wirtschaftliche Flachgründungsbemessung muss diese kleinräumigen Wechsel exakt abbilden. Wir kombinieren dafür die Ergebnisse aus Korngrößenanalyse mit direkten Aufschlüssen aus Schürfgruben, um Setzungsmulden präzise vorherzusagen. Die hohen Grundwasserstände entlang der Donau, sichtbar im Fischerviertel, erfordern zudem eine genaue Betrachtung der Auftriebssicherheit. Unser Team mit Erfahrung aus Projekten im Eselsberg und der Weststadt bringt lokale Bodenkenntnis direkt in die Berechnung ein.

Auf Ulmer Jurakalk reichen oft schlaff bewehrte Bodenplatten – wenn der Baugrund zuvor mit CPT-Sondierungen auf Karsthohlräume geprüft wurde.

Ablauf und Umfang

Mit 126.000 Einwohnern auf rund 118 km² Stadtfläche verdichtet sich Ulm zunehmend – die Bebauung rückt auch in morphologisch bewegtere Randlagen vor. Die Bemessungswerte des Sohlwiderstands nach DIN 1054:2015-11 schwanken hier massiv. Während verwitterungsbeständiger Massenkalk oft mehr als 800 kN/m² aufnehmen kann, sacken die Werte in verwitterten Mergelzwischenlagen oder aufgefüllten ehemaligen Bachläufen rapide ab. Entscheidend ist der Nachweis der Grundbruchsicherheit und die Begrenzung der Setzungsdifferenzen. Mittels Steifeziffern aus Drucksondierungen und CPT-Versuch legen wir das Bettungsmodul fest, das der Statiker braucht. So vermeiden wir Überdimensionierung und sichern die Gebrauchstauglichkeit der Gründung.
Flachgründungsbemessung für Ulm – Tragfähigkeit auf Jurakalk und Donau-Schotter
Technisches Referenzbild — Ulm

Standortspezifische Faktoren

Die Altstadt Ulms steht auf einer historischen Sedimentabfolge, die oft durch jahrhundertealte Auffüllungen und verfüllte Stadtgräben gestört ist. Der Wiederaufbau nach 1944 und die Nachverdichtung der letzten Jahrzehnte haben die Gründungssituation weiter verkompliziert. Das größte Risiko für Flachgründungen ist hier die unerkannte Inhomogenität: Trifft ein Streifenfundament teils auf gewachsenen Schotter und teils auf Auffüllung, sind differentielle Setzungen vorprogrammiert. Im Albvorland droht zudem die Verkarstung – Hohlräume im Weißjura können unter Last plötzlich einbrechen. Wir begegnen diesen Risiken mit einer dichten Sondierkampagne und Widerstandsmessungen zur Karsterkundung, bevor der erste Bagger rollt.

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Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
BemessungsnormDIN EN 1997-1 (EC 7) mit DIN 1054:2015-11
NachweisverfahrenGEO-2 (Tabellenwerte nach Erfahrungswerten)
Typische Gründungstiefe0,80 m bis 1,50 m unter GOK (Frostsicherheit)
Sohlwiderstand (Kalk)σR,d = 600 – 900 kN/m² (klüftig, unverwittert)
Sohlwiderstand (Schotter)σR,d = 350 – 550 kN/m² (dicht gelagert)
Bettungsmodulks = 15 – 50 MN/m³ (je nach Steifemodul)
Grundbruchsicherheitη ≥ 1,40 (ständige Bemessungssituation)
SetzungsdifferenzΔs ≤ 1/500 (Nachbargründung, Regelfall)

Verwandte Dienstleistungen

01

Gründungsberatung & Bemessung

Aufstellung des Baugrundmodells und rechnerische Bemessung von Einzelfundamenten, Streifenfundamenten und elastisch gebetteten Bodenplatten nach EC 7-1. Inklusive Setzungsberechnung nach DIN 4019 und Erstellung des Baugrundgutachtens mit Gründungsempfehlung für das Bauordnungsamt Ulm.

02

Baugrunderkundung für Flachgründungen

Ausführung von Rammsondierungen (DPM), Drucksondierungen (CPT) und Schürfgruben zur Ermittlung der Lagerungsdichte und Tragfähigkeit. Besonders geeignet für die heterogenen Schotter- und Kalkverwitterungsböden im Ulmer Raum sowie die Erkundung von Karststrukturen.

Maßgebliche Normen

DIN EN 1997-1:2014-03 (Eurocode 7 – Entwurf, Berechnung und Bemessung), DIN 1054:2015-11 (Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau), DIN 4019:2015-05 (Setzungsberechnungen – Verfahren mit Steifemodul), DIN EN 1992-1-1:2011-01 (Bemessung und Konstruktion von Stahlbetonfundamenten), DIN 4124:2012-01 (Baugruben und Gräben – Böschungen, Arbeitsraumbreiten)

Gängige Fragen

Was kostet eine Flachgründungsbemessung für ein Einfamilienhaus in Ulm?

Für ein typisches Einfamilienhaus in Ulm bewegt sich die reine Flachgründungsbemessung inklusive Baugrundmodell und Setzungsberechnung preislich zwischen 1.810 € und 3.020 €. Der genaue Aufwand hängt von der notwendigen Anzahl an Aufschlüssen und der Komplexität des Schichtenmodells ab, besonders wenn Karstphänomene im Untergrund zu untersuchen sind.

Warum ist das Bettungsmodul für die Flachgründungsbemessung in Ulm so wichtig?

Das Bettungsmodul (ks) beschreibt die Steifigkeit des Bodens und ist die zentrale Eingangsgröße für die Bemessung von elastisch gebetteten Bodenplatten. In Ulm variiert das Bettungsmodul aufgrund des Wechsels von steifem Jurakalk zu weicheren Auenlehmen extrem stark. Ein falsch angesetztes Bettungsmodul führt zu unwirtschaftlicher Bewehrung oder zu unzulässigen Setzungsdifferenzen.

Welche Normen sind für die Flachgründung in Deutschland maßgebend?

Maßgebend sind der Eurocode 7 (DIN EN 1997-1) in Verbindung mit der nationalen Anwendungsnorm DIN 1054:2015-11. Für die Setzungsberechnung wird die DIN 4019 herangezogen. Diese Normen definieren die drei Nachweisverfahren GEO-1 bis GEO-3 und legen die Teilsicherheitsbeiwerte für die Grundbruch- und Gleitsicherheit fest.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Ulm und Umgebung.

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